»So wäre denn die Tugend, wie es scheint, eine Gesundheit und
Schönheit und Wohlbefinden der Seele, die Schlechtigkeit
aber Krankheit und Hässlichkeit und Schwäche.«
Platon
Liebe Leser:innen,
die Anforderungen an frühkindliche Bildung wachsen – umso wichtiger ist es, den Kern unserer Arbeit nicht aus dem Blick zu verlieren: die Qualität von Beziehungen. Zum Jahreswechsel haben wir uns gefragt, wie Räume, Haltung und Beziehungsgestaltung zusammenspielen und was eine zukunftsfähige Kita ausmacht.
Zentraler Maßstab dabei ist das Wohlbefinden – von Kindern wie von Fachkräften. Dauerhafter Druck gefährdet Gesundheit und pädagogische Qualität. Selbstfürsorge beginnt mit Aufmerksamkeit für die eigenen Grenzen und mit dem Mut, Belastungen anzusprechen. Welche Rolle Lieblingsorte dabei spielen, zeigt Susanne Mattern. Sebastian Lisowski macht deutlich, dass Entlastung nur dann gelingt, wenn Teams Verantwortung und Belastungen gemeinsam tragen.
Dialog ist dabei der Schlüssel: Fachkräfte, Leitungen, Fachberatungen und Träger als lernende Gemeinschaft. Christel van Dieken entwirft mit ihrer Utopie der Kita 2035 ein Zukunftsbild, das daran erinnert, wie viel Wissen bereits vorhanden ist – und wie wichtig es ist, dieses reflektiert und konsequent in die Praxis zu bringen. Das erfordert Zeit, Haltung und die Bereitschaft, grundlegende Fragen zu stellen: Was brauchen Kinder heute wirklich? Und was brauchen wir selbst, um diese Aufgabe mit Freude und Kraft zu erfüllen?
Gerade zu Beginn eines neuen Jahres lohnt es sich, zu den Grundwerten zurückzukehren. Demokratie und Partizipation sind das Herz einer lebendigen Kita-Kultur und zeigen sich im Alltag: bei Entscheidungen, die geteilt werden, bei Regeln, die gemeinsam ausgehandelt werden, und bei Räumen, die miteinander gestaltet werden. So stärken wir Selbstwirksamkeit und Zuversicht – und schaffen Orte, die Zukunft möglich machen: für Kinder und für uns selbst.
In diesem Sinne nur das Beste wünscht Ihnen das Redaktionsteam von Betrifft KINDER



