Betrifft Kinder 03/07
Betrifft Kinder 03/07
Hauptsache
Materialien, Werkzeuge, Räume und die anderen Kinder
Angelika von der Beek stellt Erfahrungen zur ästhetischen Bildung von Kindern unter drei Jahren vor mehr...
Aktuell
Was tut Kindern unter drei Jahren gut?
Donata Elschenbroich kritisiert die aktuelle Krippendebatte mehr...
Wissen
Magie als Methode
Persona Dolls unterstützen Dialoge mit Kindern, Anke Krause beschreibt die Methode mehr...
Dinge verwandeln
Wie entstehen Geschichten? Dieser Frage geht Marlies Koenen nach und beschreibt, wie Kinder sich in den Entwicklungsprozess einer Geschichte hineinspielen, -fühlen und -denken, deren Anfang, Verlauf und Ende sie selbst bestimmen und gestalten
Vor dem Spiegel oder wie Erwachsene lernen können
Gerlinde Lill denkt darüber nach, wie Erwachsene lernen, und meint, dass verändertes Pädagogenverhalten nötig ist
Stella Nova: Andersein als Normalität leben
Einblicke in die schwedische Elementarpädagogik – Teil 2
Dr. Axel Jansa und Doris Breuer informieren über die Entwicklung des schwedischen Bildungssystems und beschreiben sie am Beispiel einer ungewöhnlichen Förskola in Stockholm mehr...
Kleine Tiere überall: Kröte oder Frosch?
Herbert Österreicher stellt bemerkenswerte Kleinlebewesen vor
Pro & Contra
Der Begriff der Zumutung als Herausforderung für die Pädagogik
Argumente von Beate Andres und Hans-Joachim Laewen mehr...
Werkstatt
Farbportraits: Das Land der Grautöne
Brigitte Rametsteiner erkundet mit Kindern, was zwischen Weiß und Schwarz liegt
Spiegeleien
Dagmar Arzenbacher erinnert sich an die Spiegelbilder ihrer Kindheit mehr...
Mittendrin
Begriffe verschenken
Gerlinde Lill macht Vorschläge. Diesmal: Leichtigkeit
XY wie XY ungelöst
Kleines Leitungs-ABC von Roger Prott
Tagebuch
Pisaland – Wunderland?
Ein Jahr als Erzieherin in Schweden: Mails von Michaela Schrade mehr... Materialien, Werkzeuge, Räume und die anderen Kinder»Pampers, Pinsel und Pigmente«, so heißt das neue Betrifft KINDER extra-Heft, in dem Angelika von der Beek sich der ästhetischen Bildung von Kindern unter drei Jahren widmet. Darin ermutigt Sie die Fachberaterin und Fortbildnerin, sich mit kleinen Kindern lustvoll auf den Weg bildnerischen Gestaltens zu begeben. In diesem Beitrag – einem Vorabdruck für Betrifft-KINDER-Leserinnen und Leser – berät Sie die Autorin bei der Auswahl von Material und Werkzeugen und bei der Raumgestaltung.
Was tut Kindern unter drei Jahren gut?Donata Elschenbroich hat die Diskussion um die Erhöhung der Anzahl der Krippenplätze in Deutschland kritisiert.
Es werde nur über Kosten gestritten, aber nicht thematisiert, welches Potenzial darin liege, wenn Kinder in den ersten drei Lebensjahren andere Anregungen als die ihres Elternhauses
bekämen. Mit Donata Elschenbroich sprach Liane von Billerbeck von Deutschlandradio Kultur.
Magie mit Methode Persona Dolls unterstützen Dialoge mit KindernWer sind diese cirka 70 Zentimeter großen Wesen in unterschiedlichen Hautfarben, die Erwachsene und Kinder in ihren Bann ziehen? Was unterscheidet sie von einem Teddybären, dem man als Kind seine Geheimnisse anvertraut, oder vom Tamagotchi, das mit regelmäßigem Piepsen an seine Bedürftigkeiten erinnert? Was ist dran an ihnen, dass Kinder, die als zurückhaltend, schüchtern und wortkarg gelten, sich im Austausch mit den Puppen in sprudelnde, mitteilsame Jungen und Mädchen verwandeln?
Stella Nova: »Normal zu sein ist nicht normal.«Unter zwei Blickwinkeln betrachten Dr. Axel Jansa und Doris Breuer schwedische Elementarpädagogik: Sie informieren über die Entwicklung des schwedischen Bildungssystems und beschreiben sie am Beispiel einer ungewöhnlichen Förskola in Stockholm.
Ihre Darstellung des Bildungssystems fußt auf Literaturrecherchen und einem Gespräch mit Prof. Dr. Mats Ekholm. Die Berichte über Stella Nova basieren auf Besuchen in den Jahren 2004 und 2006, einem Gespräch mit Nevelle Harper und Anitha Eckberg sowie den Ergebnissen einer Langzeitstudie über Stella Nova. Teil 1 des Beitrags, der in Heft 1-2/07 erschien, widmete sich den Grundlagen der Arbeit bei Stella Nova. Teil 2 geht auf den pädagogischen Alltag der Einrichtung ein.
Der Begriff der Zumutung als Herausforderung für die PädagogikIn Heft 10/2006 verschenkte Gerlinde Lill den Begriff Zu-Mutung. Einspruch erhoben in Heft 12/2006 Angelika von der Beek und Prof. Dr. Gerd E. Schäfer.
Der Begriff des Zumutens sei ein Überbleibsel aus der traditionellen Lernpädagogik, die sich für den Beitrag des Kindes nicht wirklich interessiere, begründete u.a. Gerd Schäfer seine Ablehnung. Nachfolgend stellen Hans-Joachim Laewen und Beate Andres in ihren Antworten Argumente vor, die aus ihrer Sicht dafür sprechen, den Begriff in der kindorientierten innovativen Pädagogik beizubehalten.
SpiegeleienAls ich ein kleines Mädchen war, verbrachte ich viel Zeit bei meiner Tante Hanni. Bei ihr war alles alt: das Haus und die Möbel, das kostbare Geschirr, das silberne Besteck, die Bilder, die Fotos und der Inhalt ihrer Schubfächer, die ich heimlich und voller Neugier inspizierte. Sie hatte nicht nur schön illustrierte Märchenbücher, nicht nur Knopfkisten und Nadelkissen, in die ich die Nadeln mit den bunten Köpfchen steckte, wenn ich ihr beim Nähen auf der alten Nähmaschine zusah – sie besaß auch ein Grammophon, auf dem sich Shelllackplatten drehten und mir die »Träumereien« von Schumann näherbrachten.
Pisaland – Wunderland?Im Januar 2005 zog Michaela Schrade nach Karlskrona in Südschweden. Die Zusage, in der Vorschulklasse einer Montessori-Schule hospitieren zu dürfen, hatte sie bereits. Zusätzlich erhielt sie im Sommer 2005 einen Teilzeitvertrag als Erzieherin in einer Montessori-Kita.
Vor der Abreise steckte Michaela mitten in der Weiterbildung zur Fachwirtin für Organisation und Führung (FOF) an der Mathilde-Weber-Schule in Tübingen. Sie durfte unterbrechen, bekam aber von ihren Kolleginnen den Auftrag, überall genau hinzuschauen und zu berichten.